Der folgende Artikel beschreibt therapeutische Möglichkeiten der Behandlung einer erworbenen mitochondrialen Funktionsstörung oder Schwäche (mitochondriale Dysfunktion), die nicht mit dem angeborenen genetischen Defekt (klassische Mitochondriopathie) verwechselt werden sollte!

Zuerst muss natürlich eine verlässliche Diagnose gestellt werden. Laborparameter bestätigen eine Verdachtsdiagnose und sollten nicht als alleinstehende Parameter zur Diagnose führen. Die Klinik, also Ihre Symptome sind immer noch wegweisend. Wenn mehrer Laborparameter die Verdachtsdiagnose „mitochondriale Dysfunktion“ unterstützen, sollte die wahrscheinlichste Ursache gefunden werden. Diese gilt es vor der Behandlung weitgehend zu beseitigen, was einfach klingt, sich in der Behandlung aber als schwierig erweisen kann. Die Mitochondriopathie beschreibt einen biochemischen  Zustand Ihres Systems und darf nicht mit der Ursache Ihrer Erkrankung verwechselt werden. Die Ursachen sind so vielfältig wie das Lebens selbst. Oft lässt sich die eine Ursache für eine Erkrankung gar nicht ausfindig machen, sondern eher ein Konglomerat aus mehreren unterschiedlichen Störungen. Ich betrachte die Mitochondriopathie mittlerweile als einen Symptomenkomplex innerhalb der Erkrankung, der weder Ursache, noch zentraler Dreh- und Angelpunkt sein muss.

Eine Ernährungstherapie mit niedriger glykämischer Last (LOGI-Kost, GLYX) und erhöhtem Energiegewinn aus Fett kann helfen. Individuelle Nahrungsmittelunverträglichkeiten sollten weitgehend erkannt und beachtet werden.

Eine Schwermetallbelastung kann die Mitochondrienfunktion blockieren. Amalgam sollte aus dem Mundraum und dem Körper entfernt werden. Ein Schwermetallprovokationstest gibt Hinweise auf andere Belastungen. Mit der Schwermetallentgiftung können eingelagerte Schwermetalle sicher ausgeleitet werden.

Die Behandlung der Mitochondriopathie ist eine Domäne der mitochondrialen Medizin, in der unter anderem auch Mikronährstoffe genutzt werden. Um NO-Gas zu binden eignet sich Hydroxocobalamin, eine Vitamin B12-Form, die als direkter Gegenspieler des NO-Gases agiert.

Der Darm als Ernährung- und Entgiftungsorgan muss funktionieren. Darmfäulnis und Dysbiosen sind weit verbreitet und können eine Regeneration behindern.

Wichtige Mikronährstoffe werden individuell verschrieben: Der Vitamin B-Komplex hilft die Zellatmung in den Mitochondrien zu aktivieren. Omega-3-Fettsäuren wirken antientzündlich und sind ein wichtiger Baustein der Mitochondrienmembran. Als Mineralien und Spurenelemente sind besonders Magnesium, Kalium, Zink, Selen, Kupfer, Mangan und Molybdän zu erwähnen. Mit Vollblutmessungen kann der Mineralienhaushalt zuverlässig bestimmt werden. Gluthation als wichtiges Antioxidans und zentrales Entgiftungsmolekül sollte immer mit berücksichtigt werden. Jeder Überschuss an NO muss durch Glutathion (GSH) reduziert werden; bei Mangel an Glutathion wird zum Schutz der Gewebe kein NO mehr synthetisiert, so dass intrazelluläre Krankheitserreger nicht eliminiert werden und geschädigte Zellen zu Krebszellen transformieren können. Die Alpha Liponsäure ist ein hoch wirksames Antioxidans, sie bindet Peroxinitrit (ONOO) und freie Radikale. Curcumin ist ein Polyphenol aus Curcuma longa, dass antioxidativ wirkt und die Synthese von reduziertem Glutathion stimuliert. In der Zellsymbiose-Therapie wird es als Haupt-Mitochondrienmittel verwendet, da es den Krebsstoffwechsel hemmen kann. Aminosäuren (bes. Cystein) müssen ausreichend vorhanden sein, um Gluthation zu bilden und den Entgiftungsvorgang zu gewährleisten. Auch Coenzym Q10 ist ein wichtiger Baustein der mitochondrialen Atmungskette und kann hilfreich sein, um die Struktur der Mitochondrien zu regenerieren. Gerade beim Q10 sollte auf die Galenik und die Hochwertigkeit des Produkts geachtet werden. Bei manchen Erkrankungen mit mitochondrialer Beteiligung müssen sehr hohe Serumspiegel erreicht werden. Ein umfassendes Mikronährstoffkonzept sollte die Basis sein, auf der hochdosierte Einzelwirkstoffe aus der orthomolekularen Medizin gegeben werden.

Das Ziel der Therapie ist eine Wiederherstellung und Stabilisierung der mitochondrialen Funktion.

Weiterlesen:
Mitochondriale Medizin
NO-Gas und nitrosativer Stress – Nitrostress
Das Konzept der Zellsymbiosetherapie nach Dr. Heinrich Kremer

Hinweis
Alle auf meinen Seiten veröffentlichten Texte wurden von mir verfasst und haben keinen Anspruch auf umfassende Darstellung. Sie enthalten lediglich meine persönliche Meinung zu den dargestellten Themen. Alle vorgestellten Methoden beruhen auf naturheilkundlicher Erfahrungsmedizin und haben keinerlei Anspruch auf wissenschaftliche Korrektheit. Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass sich die schulmedizinische Lehrmeinung von meinen Darstellungen unterscheiden kann!

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