In den skandinavischen Ländern (Norwegen, Dänemark, Schweden, Finnland) ist Amalgam ganz oder teilweise verboten oder die Verwendung von Amalgam wurde stark vermindert (1). In Russland und Japan ist Amalgam seit ca. 30 Jahren verboten (2). In Kalifornien müssen Zahnärzte ihre Patienten vor den toxischen Wirkungen des Zahnfüllstoffs warnen (2).

Amalgam ist eine Legierung, die zu ca. 50% aus Quecksilber besteht. Andere Bestandteile sind Silber, Kupfer, Zinn und Zink. Laut einer Studie aus dem Jahr 2007 (3) wird von 1 cm2 Amalgam etwa 15 Mikrogramm Quecksilber in 24 Stunden abgegeben. Hier können Sie sehen, wie Quecksilber aus einer 25-Jahre alten Amalgamfüllung dampft: Smoking teeth.

In zahlreichen Untersuchungen und Beobachtungen wurden folgende wesentliche Fakten nachgewiesen (4):

  • Quecksilber ist eines der giftigsten nicht radioaktiven Elemente
  • Die freigesetzten Mengen Quecksilber aus Amalgam können die Grenzwerte der Weltgesundheitsorganisation überschreiten
  • Quecksilber ist im Körper nachweisbar und wird von der Mutter auf das Ungeborene übertragen.
  • Schwermetalle und besonders Quecksilber belasten den Stoffwechsel, das Immunsystem, die Enzymtätigkeit im Körper und die Mitochondrienfunktion.
  • Die Aufnahme von Quecksilber führt zu verstärkter Radikalbildung
  • Schwermetalle wie Quecksilber lagern sich besonders im Nervengewebe ab

Schwermetallvergiftungen können folglich auch zu allgemeinmedizinischen Symptomen führen. Amalgam lagert sich in verschiedenen Geweben ab und kann zu lokalen Störungen oder im Verlauf ist zu systemischen Erkrankungen führen. Quecksilber kann insbesondere im Gehirn extrem lange Halbwertszeiten aufweisen. Nach der Zahnsanierung sollten die Gewebespeicher entgiftet werden, um die toxischen Metalle komplett aus dem Körper zu entfernen. Auch aus prophylaktischen Gründen ist eine Zahnsanierung mit Schwermetallausleitung zu empfehlen.

Einer der engagiertesten Forscher und Ärzte im deutschsprachigen Raum auf dem Gebiet Quecksilbervergiftung durch Amamlgam ist der vielzitierte Dr. med. Joachim Mutter. In seinem Buch „Amalgam – Risiko für die Menschheit“ schreibt er, dass „fast jede Krankheit, die wir kennen, durch eine Quecksilbervergiftung verursacht oder verstärkt werden kann“. Die Symptome seien unspezisch und gerade bei chronischen Krankheiten sei eine Quecksilbervergiftung nicht leicht zu erkennen (5). Wir suchen immer nach einer Ursache für eine Krankheit. Die meisten chronischen Krankheiten haben aber mehrere unterhaltende Ursachen. In der Quecksilberbelastung aus Amalgamfüllungen sehe ich einen wichtigen Faktor, den alle in Betracht ziehen sollten, die Kontakt mit Quecksilber hatten und an folgenden amalgamverdächtigen Symptomen oder Krankheiten leiden:

Fibromyalgie, Multiple Chemikalien Sensitivität (MCS), chronische Infektionen (besonders Pilze), Multiple Sklerose (MS), Amyotrophe Lateralsklersoe (ALS), Parkinson, Alzheimer, chronische Schleimhautkrankheiten mit akuten Schüben, Zittern, Empfindlichkeit gegenüber Elektrosmog, metallischer Geschmack, starke Müdigkgeit, neurologische Störungen, psychische/psychiatrische Erkrankungen, u.a. (5).

Ein Schwermetallbelastungstest (Mobilisationstest) kann hilfreich sein, eine chronische Vergiftung zu diagnostizieren.

Hier sehen Sie wie Nervenzellen im  Labor reagieren, wenn geringe Mengen Quecksilber in deren Nähe auftreten:

Weiterlesen:
Dr. Joachim Mutter et al: Amalgam: Eine Risikobewertung unter Berücksichtigung der neuen Literatur

Extere Links:
http://iaomt.org/information-gallery/videos/
Amalgam-Links
Was Steckt wirklich hinter der Amalgam-Kontroverse? (Artikel aus „Natur und Heilen“)
Amalgam Informationen
Zahnsanierung

Quellen:
1. Dr. med. Joachim Mutter: „Gesund statt chronisch krank“ (2009). 1. Aufl, S. 25 f.
2. Uwe Karstädt: „Entgiften statt vergiften“ (2007). 1. Aufl., S. 5
3. Hale, B.: „The relationship of the toxic effects of mercury to exacerbation of the medical condition classified as Alzheimer’s disease“. Medical Veritas (2007); 4: 1510-1524 in Dr. med. Joachim Mutter: „Gesund statt chronisch krank“ (2009). 1. Aufl.
4. Dr. med. Joachim Mutter: Amalgam-Risiko für die Menschheit (2000). 1. Aufl.
5.
Dr. med. Joachim Mutter: Amalgam-Risiko für die Menschheit (2001). 2. Aufl., S. 35 ff.

Hinweis:
Alle auf meinen Seiten veröffentlichten Texte wurden von mir verfasst und haben keinen Anspruch auf umfassende Darstellung. Sie enthalten lediglich meine persönliche Meinung zu den dargestellten Themen. Alle vorgestellten Methoden beruhen auf naturheilkundlicher Erfahrungsmedizin und haben keinerlei Anspruch auf wissenschaftliche Korrektheit. Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass sich die schulmedizinische Lehrmeinung von meinen Darstellungen unterscheiden kann!

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