Wie arbeite ich?

 

Körper und Geist sind eins

So abgetreten und missbraucht diese zur Floskel degradierte Weisheit auch klingen mag, nie waren Sinn und Inhalt aktueller und notwendiger für unsere Medizin und uns Menschen als jetzt. Placeboforschung und Psycho-Neuro-Endokrino-Immunologie zeigen uns, dass wir mit unserem Glauben, unserem Denken und unseren Emotionen enormen Einfluss auf unsere Gesundheit haben. Zu oft wird man mit nicht messbaren Beschwerden mit dem verachtenden Hinweis, man möge sich etwas entspannen, in die Psychoschublade gesteckt.

Viel wichtiger ist eigentlich die Botschaft, wer sich krank denken oder fühlen kann, kann sich mit entsprechenden positiven Gedanken oder Gefühlen auch heilen!

Unser biologisches System ist nicht für unsere Lebensweise geschaffen. Chronischer Stress, fehlende Bewegung und minderwertige Nahrung führen häufig zu neurovegetativer Instabilität. Dauerstress stört unser sensibles Gleichgewicht und wir können nicht mehr entspannen, unsere Organe leiden unter ständiger Anspannung. Sterile Apparatemedizin hilft gut bei akuten Krankheiten, bei chronischen Krankheiten ist sie meist hilflos. Es ist an der Zeit das Bewusstsein wieder in die medizinische Behandlung zu integrieren. Ihr Geist kann Ihre Biochemie und Ihre Körperstruktur verändern! Wenn er ihn krank machen kann, kann er ihn auch heilen! Es hängt stark von Ihrer Bereitschaft zur Veränderung, ob und wie sich Ihre Gesundheit entwickeln kann.

Vielleicht kennen Sie das Prinzip von Ihrem Computer. In den selteneren Fällen ist die Hardware (Körper) beschädigt, wenn Ihr Rechner nicht tut was Sie von ihm verlangen. Häufiger liegen Software (Geist) Probleme zu Grunde.

 Hirnforscher entdecken, wie die Seele die Biologie des Körpers verändert und ihm helfen kann, Erkrankungen zu überwinden. Meditieren, Yoga und positives Denken, lange als Esoterik abgetan, erobern die Schulmedizin. Zitat aus Spiegel Artikel „Heilen mit dem Geist

Wir suchen Blockaden und Heilung auf unterschiedlichen Ebenen:

  • strukturelle Ebene/Körper
  • Energiesystem/Emotionen
  • Mentalfeld/Gedankenmuster/Glaubenssätze
  • Familiensystem/Ahnenerfahrungen
  • transpersonale Ebene/das kollektive Unbewusste
  • Spiritualität/heiliger Geist/Gott

 

 


 

 Selbstheilungskräfte

 

Zunächst finde ich es interessant, dass es das Wort Selbstheilungskraft überhaupt gibt. Sowohl in meiner persönlichen als auch in den Geschichten der Menschen, die ich in Gesundungs- oder Selbstheilungsprozessen begleiten durfte, konnte ich das Phänomen der Selbstheilung beobachten, wenn der Weg dafür geebnet wurde.

Das Wort setzt die Existenz eines „Selbst“ voraus, dessen Existenz die Wissenschaft nicht beweisen kann und es folglich nicht in Ihre Arbeitsthesen aufnehmen kann. Der Begriff wird alles andere als klar definiert. Sowohl religiöse/esoterische Strömungen als auch die Psychologie verwenden den Begriff in unterschiedlichsten Definitionen. Für mich ist der Begriff am sinnvollsten für die Beschreibung des göttlichen Funken in uns, der uns belebt oder beseelt. Es ist das Wahrnehmende in Ihnen, aber es ist nicht fest und nicht fixiert. Es ist nicht das Ego, diese Maske aus Erfahrungen und Selbstbildern, die wir uns täglich aufsetzen, weil wir meinen, wir seien von der Welt getrennt.

In verschiedenen Religionen wird mit dem (höheren) Selbst ein Bewusstseinszustand frei von Prägungen und individuellen Existenzansprüchen beschrieben. Es kann freigelegt werden, um ein vollendeter, gereifter Mensch zu sein. Dafür muss man das Ego etwas zur Seite schieben. Das Selbst ist meiner Auffassung nach eine winzige Individuation vom Ganzen. Wer sein Selbst findet, hat Gott in sich gefunden! Wer in such ruht, ist frei und wieder verbunden mit dem großen Ganzen, eben heil oder ganz. Der Buddha und manche Heilige oder Erleuchtete haben den Prozess der Selbstentfaltung weit umgesetzt und sollten keine Götzen für uns sein, sondern vielmehr Vorbilder und Beweise für menschliches Potenzial. Sie waren keine besonderen Menschen, als sie diesen Prozess entwickelt haben. Sie sind erst durch die Anwendung von Naturgesetzen, an die sie geglaubt haben zu besonderen Wesen geworden.

Das Wort „Selbstlosigkeit“ sollte eigentlich unbenannt werden in Ichlosigkeit oder Egolosigkeit. Denn hier zeigt sich wieder deutlich die Verwirrung in der deutschen Sprache oder im deutschen Geiste, bedingt durch die unklaren Definitionen von Ich und Selbst. Für mich ist das Selbst der wahrnehmende innere Bewusstseinsraum, die Präsenz,, das „Ich bin“, indem unter anderem auch das Ich, also das Ego wirkt, aber eben nicht nur. Wer das Ego zähmt, befreit das Selbst!

Wenn dieses Selbst dazu in der Lage ist, sich zu heilen, dann ist es mächtig. Immer wieder liest oder hört man von unfassbaren Heilungen todgesagter Menschen. Dabei führen anscheinend unterschiedliche Wege zu diesem Ziel. Manche begeben sich vollständig in die Hände der Therapeuten und werden mit Chemotherapie oder Naturheilkunde von Ihren Leiden geheilt. Andere vertrauen nur der Natur, ziehen sich zurück, ernähren sich wie Urzeitmenschen und werden auch gesund. Beiden gemeinsam ist, dass sie einschneidende Veränderungen in ihr Leben lassen. Der Eine gibt sich dem Therapeuten hin, der andere der Natur. Hingabe beschreibt den Prozess, der das Ego vom Selbst löst. Man gibt das Ego und damit seine Machtansprüche auf oder hin, stellt sich und sieht, dass das Ego zu klein für diese Welt ist und dass es schlauer wäre, anderen Kräften zu vertrauen. Der Mensch wird sich seiner Unwissenheit und Hilflosigkeit bewusst und akzeptiert sie. Wenn das Ego an Macht verliert, wird das Selbst freigelegt. Der Anspruch des Egos eine eigenständige Existenz zu sein, scheint Energie zu kosten. Die Fassaden, Grenzen und Masken müssen aufgerichtet, poliert und gepflegt werden. Was sollen sonst die Nachbarn denken, wenn sie merken würden, dass wir nichts sind? Aber mehr sind wir zum Glück nicht. Das Selbst hat keinen Anspruch an eine eigene, abgespaltene Existenz. Es ist nur. Es kann nicht verletzt werden und ist heil(-ig).

Nicht das macht frei, dass wir nichts über uns anerkennen wollen, sondern eben dass wir etwas verehren, das über uns ist. Denn indem wir es verehren, heben wir uns zu ihm hinauf und legen durch unsere Anerkennung an den Tag, dass wir selber das Höhere in uns tragen und wert sind, seinesgleichen zu sein.“
Goethe

Krankheiten können den Menschen wie nichts anderes in Situationen führen, die ihn zur Selbsterkenntnis und zur Wirklichkeitsannahme zwingen. Es läuft nicht rund, der Mensch leidet und kann nicht so leben, wie er will. Krankheit kann damit Hinweis, Zeichen oder der missing link zum Glück werden. Wohin es führt, wenn jeder macht was er will, können wir am Umgang mit diesem Planeten, am zwischenmenschlichen Verhalten oder im Verkehr beobachten. Rücksichtslosigkeit und Zerstörung sind die Folgen eines aufgeblähten Egos mit Macht- oder Existenzansprüchen. Mit einer Krankheit wird der Mensch in seinen Handlungen eingeschränkt. Er kann nicht mehr so handeln wie er will. Er leidet. Leiden kann dazu führen, dass das Ego „weich gekocht“ wird. Leiden scheint ein schneller Weg zum Selbst zu sein. Das Ego verliert seine Existenzansprüche und seine Machtgier, denn der kranke Mensch (oder das Selbst) wäre schon glücklich nur einen Tag schmerzfrei zu sein. Die Freude darüber wäre so groß, dass das pure Sein ohne weitere Ansprüche genügt, um glücklich zu sein. Alles Weitere wäre Bonus! Dieser Zustand soll so entzückend sein, dass man gar nicht mehr fähig wäre, andere zu verletzen. Leiden schafft Mitgefühl, welches wiederum vom Leiden befreien kann. Jeder, der eine Krankheit durchläuft, hat eine Leidenserfahrung gemacht und weiß daher, wie andere sich fühlen, wenn sie krank sind. Mitgefühl ist ein buddhistisches Vehikel auf dem Pfad zur Erleuchtung oder Heilung. Der Mensch ordnet seine eigene Existenz unter das Wohl der Gemeinschaft. Er hilft anderen Menschen bei der Befreiung vom Leiden.

Derartige Prozesse sind oft von Liebe, Ruhe, Frieden, Achtsamkeit, Erkenntnis und Gewahrsein begleitet. Der Geist klärt sich und wird ruhig. Weich werden ist ein schöner Weg. Es ist immer möglich. Man kann sofort damit anfangen und Sanftmut, Mitgefühl und Hingabe in sein Leben lassen. Gott ist nicht weit weg im Himmel. Er wartet im Herzen auf uns. Wir können ihn auch in anderen Wesen sehen, manchen fällt dieser Zugang zunächst leichter. Kümmern Sie sich beispielsweise um Ihre Mitmenschen. Verschenken Sie etwas Liebe, sie wird sich dadurch vermehren. Wünschen Sie der ALDI-Kassiererin einen schönen Feierabend, lächeln Sie auf der Straße entgegenkommende Menschen an oder schenken Sie anderen Menschen die Vorfahrt. Gestalten Sie Ihren Alltag liebevoller und leben Sie intensiver. Fühlen Sie in die Botschaft Ihrer Krankheit und werden Sie weich. Akzeptieren Sie sie und sehen sie als Chance, als ihren persönlichen individuellen Lebensweg, als Ihre Abkürzung zum Glück. Wer sagt, dass man gesund sein muss um glücklich zu sein? Vielleicht bietet Krankheit ja die Chance trotzdem glücklich zu sein. Oder sogar erst recht?

Die Anregung der Selbstheilung steht also im Vordergrund der Arbeit. Ein Selbst muss also erkannt und erlebt werden. Dafür müssen Blockaden auf unterschiedlichen Ebenen beseitigt werden. Der Transformationsweg vom Ego zum Selbst ist oft steinig und daher holprig. Ich sehe viele chronische Krankheiten mittlerweile als festgefahrene Transformationsprozesse. Zunächst müssen wir entgiften und uns besser ernähren, uns emotional ausgleichen, unsere Gedanken läutern, mit unseren Eltern/Ahnen Frieden schließen und schließlich unser Ich bereitwillig aufgeben, um unseren Platz in dieser Welt demütig anzunehmen.


 

Biologische Intelligenz

 

Die ersten Einzeller lebten vor rund 3,5 Milliarden Jahren. Vor ca. 2 Milliarden Jahren fusionierten zwei Einzeller, daraus entwickelten sich dann mehrzellige Lebewesen. Schließlich entstanden komplexe mehrzellige Organismen. Der Mensch ist ein „Zellstaat“ aus ca. 12 Billionen Zellen. In jeder einzelnen Zelle laufen ca. 30.000-100.000 chemische Reaktionen pro Sekunde ab! Wie so ein Organismus funktioniert und organisiert ist, weiß kein Mensch.

Dass so ein hochkomplexes Wesen eine gewisse biologische Intelligenz oder Organisationsfähigkeit besitzen muss, ist schwer abzustreiten. Die Zellen haben mehrere Milliarden Jahre Erfahrung im Umgang mit Störungen (Krankheiten) und haben Regulations- und Reperaturmechanismen entwickelt, um diese Störungen zu beheben und sich selbst zu heilen. Ein einfaches Beispiel ist Fieber: Dabei erhöht der Organismus die Temperatur um Bakterien durch Hitze zu töten. Beim Durchfall beschleunigt er die Passagezeit des Darminhalts, um etwas auszuscheiden, was ihm nicht bekommt. Auch das ist sehr sinnvoll und intelligent. Weniger intelligent ist es, diese Selbstheilungskräfte zu bekämpfen und damit sinnvolle Symptome wie Fieber oder Durchfall zu unterdrücken.

Das therapeutische Ziel ist immer Ihre Selbstheilungskräfte zu stärken. Die Basis der naturheilkundlichen Therapie bilden Entgiftungs- und Ernährungsmaßnahmen, um grundlegende zelluläre Stoffwechselfunktionen zu verbessern.


 

Komplexität der Ursachen

Stellen Sie sich folgende Situation vor:

Sie sitzen im Auto und plötzlich versagt der Motor während der Fahrt. Was genau passiert ist, wissen Sie nicht, allerdings leuchtet deutlich eine rote Warnlampe auf. Die Lampe ist das Symptom für den Defekt, seine Ursache kennen Sie nicht. Was würden Sie nun sagen, wenn der Mechaniker vorschlägt, einfach die Drähte der Warnleuchte zu durchtrennen oder sie gleich ganz zu entfernen?

Natürlich erwarten Sie, dass der Mechaniker die Ursache findet und den Defekt behebt und nicht, dass er einfach das Symptom unterdrückt. Schließlich leuchtet die Lampe auch dann nicht mehr, wenn die Ursache des Defektes behoben ist und der Wagen wieder einwandfrei fährt. Zusätzlich bleibt sie auch in Zukunft als Warnsystem für mögliche spätere Defekte erhalten.

Heilung bedeutet nicht Symptome bekämpfen, sondern Ursachen finden und beseitigen!

 

fass

Chronische Krankheiten sind Multisystemerkrankungen, die meistens aus einer Konstellation von mehreren unterhaltenden Ursachen entstehen.

Der Mensch ist prinzipiell in der Lage viele gesundheitliche Störungen zu kompensieren. Die meisten Krankheiten haben mehrere unterhaltende Ursachen, die das Fass irgendwann zum Überlaufen bringen und Symptome an unterschiedlichen Körperteilen hervorbringen. So kann der eine Mensch sein Leben lang rauchen, wenn andere Belastungen nicht vorliegen und er sich einigermaßen vernünftig ernährt, während andere tödlich an Lungenkrebs erkranken. Es nutzt nur kurzfristig einzelne Organe zu ‚reparieren‘, wenn die Ursachen-Konstellation, die zur Krankheit geführt hat, nicht erkannt und beseitigt wurde.

In ausführlichem Gespräche und eventuellen Laboruntersuchungen ermitteln wir, welche Ursachen bei Ihnen relevant sind. Ziel der Therapie ist es, die Ursachen zu beseitigen, damit die Selbstheilungskräfte wieder wirken können.
Sie müssen allerdings helfen. Ohne Ihre Mitarbeit funktioniert das Konzept nicht. Es sind ja Ihre Selbstheilungskräfte!

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